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Man kam dann auf die banaleren Dinge des Lebens zurück (vor allem, weil der Sekt so schnell alle war) und Matz gab einige Infos bekannt:

  • Es werde sowohl eine Instrumenten- als auch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen
  • Die (zwar noch nicht vorhandenen) Einnahmen könnte man ja durchaus mal wieder für eine Konzertreise investieren (allgemeine Zustimmung!!)

Dann ließ Matz noch unser in Schwerstarbeit ausgebrütetes Logo rundgehen, das gebührend bewundert wurde....

Nun kam auch schon die erste Diskussion in Gange: Herr Gabler wollte wissen, wie das "Junge" im Namen zu verstehen sei, nachdem er in Jugendorchesterzeiten beim Solospielen wiederholt von Kritikern wegen seines Alters angegriffen worden sei. Wir fanden das nicht so problematisch, zumal unser Anspruch doch nicht mehr so schulorchestermäßig orientiert ist wie der des Jugendorchesters. Frank (der Herr Kapellmeister) wies daraufhin, dass die Möglichkeit des Solospielens enorm wichtig sei, gerade auch für Musikstudenten. Außerdem seien die Orchesterleute nicht bloß "Begleiter", sondern sehr wichtig. Dieter verwies kurz und bündig auf die Satzung (§ 2 Abs. I). Matz zeigte sich demokratisch und kündigte schon mal eine Sitzung des noch gar nicht gewählten Beirats zu diesem Thema an.

Wir kamen also endlich zur Wahl und konnten nach zügigen Wahlgängen folgenden Leuten zu einer Menge mehr Arbeit gratulieren:
Vorsitzender wurde Matz (klar) und Stellvertreterin Anita (wie kommt eine Bratsche.......) = Vorstand.
Kassenwart ist jetzt Hannes (direkt an der Quelle.....) und PR-Beauftragte (wer hat bloß diese Wort erfunden?) Sabine.
Völlig überraschend wurde Frank zum Dirigenten gewählt. Steffi wurde Orchesterwärtin (soll die weibliche Form von wart sein), und Bärbel schlug Dorothee und Edmund bei der Wahl zur Jugendwärtin vor. 

Jetzt konnte die Vereinsmeierei ja losgehen! Zur Entspannung gab´s wieder Infos:

  • Wir sollen uns doch bitte angewöhnen, mit Bleistift zur Probe zu erscheinen und bei Verhinderung Matz Bescheid zu sagen.... die Zeiten der Proben wurden als okay empfunden (sicher denken einige noch an Schreibers cum tempore Proben)
  • Nach der Besetzung befragt, erklärte Frank, die Bläser seien vollständig besetzt (mit Musikstudenten), es gäbe genug Geigen (auch qualitativ, hehe?), Celli und tatsächlich auch Bratschen, nur ein paar mehr Kontrabässe wären nett
  • Ein öffentliches Vorspiel von neuen Mitgliedern wurde kollegialerweise abgelehnt (schließlich wollen wir junge Leute gewinnen und nicht vertreiben ), bei Solostimmen entscheidet Frankie
  • Das zukünftige Programm wird vom Beirat beraten werden (Wunschkonzert.), für das Weihnachtskonzert plant Frank Reger, Bach und Haydn (na ja)
  • Das Frühlingskonzert wird im Heimathaus, das Herbstkonzert in Feldkirchen stattfinden
  • Das Orchester wird mit gerade verfügbaren Musikern weiterhin bei wohltätigen Sachen spielen (Imagepflege auf gut Neudeutsch)
  • Matz wies noch schnell darauf hin, dass ihm ein Druckfehler beim Probenplan unterlaufen sei; natürlich müssten auch die Streicher bei der Generalprobe dabei sein!

Als nächstes ging es um den Mitgliedsbeitrag und ruckzuck war die dicke Diskussion in Gange: Frank hielt es bei neuen, von auswärts kommenden Mitgliedern für sehr problematisch und psychologisch unklug, auch noch Geld zu verlangen; Herr Gabler schlug vor, doch einfach "betteln" zu gehen (Sponsoring!); Dieter war eifriger Pro-Vertreter mit den Argumenten, die Unkosten müssten gedeckt werden(und zwar möglichst bald) und es sei für die Gemeinschaft wichtig, zudem könnte man ja Ausnahmen machen; Frank fragte nach dem Förderverein (und keiner konnte so recht antworten). 

Zu diesem Zeitpunkt stellte Dieter erstmals einen Antrag auf Abstimmung: Doroothees Vorschlag, freiwillig zu zahlen, wurde abgeschmettert; Matz wies ganz klar darauf hin, dass die Kasse leider z.Zt. bei null sei, die Kosten aber nun mal anfallen (haben Kosten so an sich); Sabine meinte, wenn man ein Grundkapital aus Beiträgen habe, könne man auch gezielter Nachwuchsarbeit machen und möglicherweise Fahrgeld erstatten; Hannes brachte schließlich den Durchbruch, als er vorschlug, außergewöhnlich hohe Fahrtkosten durch den Erlass den Beitrages zu entschudigen, da beides in der Tat etwas viel verlangt sei. So wurde also endlich folgender Beschluss einstimmig gefasst (und manch einer fragte sich, warum man nicht früher darauf gekommen war): " Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 17 Euro für Erwachsene und 12 Euro für Jugendliche (bis 18). Der Vorstand kann in besonderen Fällen über den Erlass des Beitrages entscheiden!"

Wir waren also richtig demokratisch.

Sabine wurde noch aufgetragen, an sog. wichtige Personen der Neuwieder High Society heranzutreten, Sympathisanten zu werben und überhaupt gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen.

Anita meinte, wir könnten ein erstes Probenwochenende in Waldbreitbach verbringen, vorausgesetzt, es finden sich genug Teilnehmer (voraussichtlicher Termin: 11./12: Juli, 42,00 / 28,00 DM).

Damit war man fertig, zufrieden und sehr zuversichtlich, und Matz schloss die Versammlung um zehn vor Vier.
(Sabine Maur)

Der Verein wurde 23. Mai 1992 von folgenden Personen gegründet:

  • Michael Barth (1. Vorsitzender)
  • Stefanie Barth (Dunker) (Orchesterwart)
  • Harald Bechter
  • Anita Freisberg (Arneth) (Stellvertr. Vorsitzende)
  • Wolfgang Gabler
  • Bärbel Jakobs (Jugendwart)
  • Gudrun Jakobs
  • Dieter Kessler
  • Frank Löhr (Dirigent)
  • Sabine Maur (Lambert) (Pressereferentin)
  • Edmund Müller
  • Marion Müller (Kutscher)
  • Alexander Reffgen
  • Dorothee Steffens/Rube
  • Karolin Thiel
  • Hannes Wölfer (Kassenwart)
  • Dominik Wortig